Thema Selbstständigkeit stößt auf große Resonanz

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Die Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken bot zusammen mit den LEADER Regionalmanagements Badisch-Franken und Hohenlohe-Tauber eine virtuelle Informationsveranstaltung zum Thema Selbstständigkeit für Frauen an. Die Resonanz war sehr groß. Insgesamt 56 Teilnehmerinnen und potentielle Gründerinnen informierten sich anhand mehrerer Fachvorträge und zweier Praxisbeispiele über die Möglichkeiten der Selbstständigkeit.

„Projekt Selbstständigkeit – von der Idee zur Gründung“, so lautete der Titel der der virtuellen Informationsveranstaltung, zu der die Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken eingeladen hatte. Dass trotz sommerlicher Temperaturen und dem Abendspiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft 56 Frauen an der Veranstaltung teilnahmen, ist als großer Erfolg für die Kooperation der Veranstalter zu werten. In der 90 Minuten dauernden Veranstaltung erhielten die Teilnehmerinnen in kompakter Form wichtige Informationen, die auf dem Weg von der Idee bis zur tatsächlichen Gründung eines eigenen Unternehmens zu berücksichtigen sind. Viele unterschiedliche Themenfelder, rechtliche Vorgaben und wirtschaftliche Zahlen sind in der Phase der Unternehmensgründung von einer Existenzgründerin zu beachten. Spezialistinnen für die entsprechende Beratung und Unterstützung sind die Frauen von der Kontaktstelle Frau und Beruf Heilbronn-Franken. Bei der Kosten- und Finanzierungsplanung können eventuell Förderprogramme wie das europäische Programm LEADER oder das Bundesprogramm REGIONALBUDGET FÜR KLEINPROJEKTE helfen. Auch hierzu erhielten die Teilnehmerinnen eine Vielzahl von Informationen. Ansprechpartner für eine Beratung sind die LEADER Regionalmanagements Badisch-Franken und Hohenlohe-Tauber.

Anschließend ging es zur Praxis über. Zwei erfolgreiche Gründerinnen berichteten über ihren Weg der Existenzgründung und ihr LEADER-Projekt. Zunächst berichtete Frau Johanna Huber über ihr Projekt Kinderkunstwerkstatt als Lern- und Erlebnisstätte in Rosenberg. Mit dem innovativen Projekt hat Frau Huber den Weg zurück an den Ort ihrer eigenen Kindheit gefunden. Jetzt, viele Jahre später und mit unterschiedlichen Lebensstationen „im Rucksack“, verwirklicht Frau Huber an dem Ort ihrer eigenen Kindheit ihre Vorstellung von Vereinbarkeit Familie und Beruf. Kinder aus dem Ort und der Nachbarschaft werden zukünftig in der Kinderkunstwerkstatt Kunst lernen und erleben.

In eine ganz andere Richtung geht das Projekt von Frau Eva Schrödel aus Langenburg. Als Existenzgründerin hatte sie die Idee, die ehemalige und denkmalgeschützte Zehntscheuer auf dem Hofgut Ihres Ehemannes in eine Eventscheune umzubauen. „Gut Ludwigsruhe“  – eine Eventscheune für Feierlichkeiten besonderer Art wie Hochzeitsfeiern, Familienfeiern und Firmenevents. Dabei sollte die Eventscheune „Gut Ludwigsruhe“ den ursprünglichen denkmalgeschützten Charakter beibehalten und dennoch die heutigen Anforderungen an Feierlichkeiten für besondere Anlässe erfüllen. Frau Schrödel konnte berichten, dass ihre Eventscheune zwischenzeitlich nicht nur überregional, sondern international bekannt ist. Im Jahr 2021 konnte Frau Schrödel mit der Eventscheune „Gut Ludwigsruhe“ im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Wedding Award Germany“, dem Oskar der Hochzeitsbranche, den ersten Platz in der Kategorie „Location für Dinner und Tanz“ erringen. Eine höhere Auszeichnung für Top-Adressen in diesem Segment gibt es bundesweit nicht.

Insgesamt bot die Informationsveranstaltung den Teilnehmerinnen ein breites Spektrum an Informationen sowohl in Theorie als auch in Praxis für eine Existengründung. Bleibt die spannende Frage offen, ob die ein oder andere Teilnehmerin in Zukunft den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wird und ihr eigenes Unternehmen gründet. Wir wünschen auf alle Fälle viel Erfolg dabei.