Wissenschaft trifft Praxis – Studierende der Universität Würzburg zu Besuch in Hohenlohe-Tauber

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Studierende der Universität Würzburg im Master-Studiengang Angewandte Humangeographie hatten sich in diesen Tagen das LEADER Aktionsgebiet Hohenlohe-Tauber als Exkursionsziel vorgenommen. Angeführt wurde die Gruppe der Studierenden von Herrn Oliver Weidlich. Dieser leitet in der Regierung Unterfranken im Bereich Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr das Sachgebiet Raumordnung, Landes- und Regionalplanung.

Getreu dem Ziel der Exkursion „Wissenschaft trifft Praxis“, gab es im Herrenhaus Buchenbach, dem Sitz des LEADER Regionalmanagements Hohenlohe-Tauber, für die Studierenden eine kurze theoretische Einführung zu den Aufgabenbereichen des Regionalmanagements. Schnell befanden sich die Teilnehmer in einer intensiven Diskussion mit den Regionalmanagern Thomas Schultes und Jonathan Schmidt über die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit von Förderprogrammen für den Ländlichen Raum und speziell das europäische LEADER Programm.

Nach der Theorie ging es hinaus in die Praxis. In Mulfingen-Zaisenhausen wurde die Gruppe der Studierenden von Franz Jakob erwartet. Franz Jakob ist ehemaliger langjähriger Ortsvorsteher von Zaisenhausen, örtliches Urgestein und maßgeblicher Initiator und Betreuer des interkommunalen LEADER Projektes „Pfade der Stille“.

Die Studierenden der Universität Würzburg mit Franz Jakob und den Regionalmanagern Thomas Schultes und Jonathan Schmidt.

Bildquelle: Oliver Weidlich.

Dabei handelt es sich um einen Wanderweg, der in den beteiligten Gemeinden an der Jagst die Besucher zur Meditation und Ruhe einlädt. Dieses LEADER Projekt ist zwischenzeitlich über die Region hinaus bekannt ist. Franz Jakob führte die Studierenden über einen kurzen Abschnitt des „Pfad der Stille“ und erläuterte die einzelnen Stationen. Die Studierenden und Herr Weidlich zeigten sich beeindruckt von der Energie und Motivation von Herrn Jakob, der sich als echter „Kümmerer“ aktiv in die Gestaltung der Zukunftsfähigkeit seines Ortes einbringt.

In der dritten und letzten Station der Exkursion ging es für die Studierenden nach Weikersheim-Schäftersheim in den Hof8 der Klärle – Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt mbH. Dort wurden Sie von Mitarbeiterin Sandra Öchslen empfangen und durch das Hof Areal geführt. Der HOF8 ist ein Plusenergiehof, der anschaulich den Weg in eine nachhaltige Zukunft weist, denn er produziert mehr Energie als er benötigt. Energieeffizienz und regenerative Energien bilden die Grundlage. Unter dem Motto `Geboren werden – Arbeiten – Alt werden´ sind auf dem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen die Räumlichkeiten der Klärle GmbH, `Das Lebenshaus´ mit seinen Diensten in der Gesundheitsversorgung sowie zwei Wohnungen, davon eine seniorengerechte, vereint. Der Hof8 zeigt beispielhaft, wie auch in kleinen Orten des Ländlichen Raums die Zukunftsthemen innovativ gelöst werden und so als Vorbild für die großen Städte dienen können.

Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck machte sich die Gruppe der Studierenden am Abend wieder auf den Weg zurück nach Würzburg. Im LEADER Aktionsgebiet Hohenlohe-Tauber sind die Studierenden jederzeit wieder herzlich willkommen.