Dialogreihe „Solidarische Landwirtschaft – Ein Konzept der Zukunft“

Am Mittwoch, den 16. April fand die vierte Veranstaltung im Rahmen der Dialogreihe „Aufbruch LEADER 2023-2027 Hohenlohe-Tauber und Limesregion Hohenlohe-Heilbronn“ in virtueller Form statt. An diesem Abend stellte Sarah Laiblin das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft, kurz „Solawi“ vor.

Frau Laiblin ist Gärtnerin und leitet das Projekt „Solawi Hall-Biogemüseanbau regional, saisonal, nachhaltig“ in Wackershofen in der Nähe von Schwäbisch Hall. Die Solawi Hall ist ein gemeinschaftsgetragenes Hofprojekt, dass eine solidarische Landwirtschaft mit biodynamischem Gemüseanbau und dem Angebot von Hof- und Wildnis Pädagogik durch den Elisenhof e.V. vereint. Begleitet und unterstützt wird das Projekt der Solawi Hall vom Netzwerk Solidarische Landwirtschaft und der Kulturland Genossenschaft.

Das Ziel der Solidarischen Landwirtschaft besteht darin, trotz globaler Super-Märkte, eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, die gesunde und frische Nahrungsmittel erzeugt, zu erhalten. Bei der solidarischen Landwirtschaft werden in einem Erzeuger-Verbraucher-Wirtschaftskreislauf regionale Lebensmittel hergestellt. Hierbei schließen sich private Haushalte als Verbraucher mit einem landwirtschaftlichen Betrieb oder einer Gärtnerei zu einer Gemeinschaft zusammen. Auf diesem Weg werden Verantwortung, Ernte, Kosten sowie Risiken auch gemeinschaftlich getragen. Bei der Solidarischen Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht für den Markt produziert, sondern für einen festen Kreis an lokalen Abnehmern. Die privaten Haushalte, die Mitglied einer Solawi sind, zahlen monatlich einen Beitrag an den Solawi-Betrieb, um die geschätzten Jahreskosten des landwirtschaftlichen Erzeugers abzudecken. Als Gegenwert erhalten die privaten Haushalte die Ernte wie auch weiterverarbeitete Erzeugnisse daraus. So wird auch die Abnahme der Erzeugnisse durch die Verbraucher garantiert und die Verschwendung von Lebensmitteln vermieden.

Die Solawi Hall wurde im Juli 2018 von Sahra und Jan Laiblin gegründet und besteht neben den beiden Gründern aus einem festen Gärtnerteam, das für den Anbau des Gemüses zuständig ist sowie den Mitgliedern, die gerne mithelfen dürfen aber nicht müssen. So erhält einmal in der Woche jedes Mitglied seinen Ernteanteil in einer Kiste an einem der gewählten Abholorte. Die Ernte ist das Produkt der Gemeinschaft und so weiß jedes Mitglied wer gesät, gepflanzt und geerntet hat.

Wir bedanken uns bei Frau Laiblin für diesen spannenden und informativen Vortrag.