Weinautomat mit Sitzgruppe zur Betriebserweiterung der Weingärtner Markelsheim e. G.

Projektträger:

Martinshof GbR

Projektbeschreibung:

Für die geplante Umstrukturierung des elterlichen landwirtschaftlichen Betriebes wurde am 20. Oktober 2020 die Martinshof GbR gegründet, die aus den Gesellschaftern Ulrich Kühnle (Vater von Martin Kühnle), Martin Kühnle und Ida Kühnle (Ehefrau von Martin Kühnle) besteht. Die Martinshof GbR hat den bestehenden Mastschweinestall (Baujahr 2011) im Außenbereich von Bühlerzimmern in einen Aktivstall für Pferde umgewandelt. Bereits seit geraumer Zeit beschäftigt die Antragsteller das Thema der artgerechten und nachhaltigen Pferdehaltung, um den eigenen, aber auch fremden Pferden eine optimale Haltungsform zu ermöglichen.

Ein Aktivstall, auch Bewegungsstall genannt, überzeugt durch die nah am Vorbild der Natur konzipierte Haltungsform. Im Aktivstall gibt es verschiedene Bereiche, wie Liegebereiche, eine Tränke und Futterstationen. Alles ist räumlich möglichst weit voneinander getrennt, damit die Pferde sich viel bewegen. Das stillt den natürlichen Bewegungsdrang der Pferde und ermöglicht das natürliche Zusammenleben der Pferde in einer Herde.

Es handelt sich um eine tierfreundliche Haltung, die nicht auf die Kosten des Komforts des Reiters geht. Im Gegenteil: Pferd und Reiter profitieren. Auch Pferdebesitzer, die stark im Job oder in der Familie eingespannt sind, können ihr Pferd sorgenfrei im Aktivstall lassen, da die Bewegung des Tieres aufgrund der natürlichen Haltungsform bereits sichergestellt ist.

Die ruhige Lage am Rande des Kocher- und Bühlertals, umgeben von zahlreichen Waldstücken, lädt zu Ausritten in nahezu unberührter Natur ein. Die Betriebsstätte ist als Startpunkt sehr gut geeignet. In der näheren Umgebung gibt es einige Pensionspferdehalter. Dort werden die
Pferde allerdings überwiegend in Innen- oder Paddockboxen gehalten.

Projektinhalt:

Der Schweinestall wurde entkernt, die bestehenden Zwischenwände sowie die Spaltenböden und Kanalwände entfernt. Der Zentralgang blieb bestehen, da es sich hierbei um statisch relevante Bauteile handelt. Die lichte Höhe des Stalles beträgt nach der Entkernung rund 3,70 m und ist damit für die Pferdehaltung geeignet. Die bestehenden Technikräume wurden als Sattelkammer und Sanitärräume genutzt. Außerdem wird eine Überdachung als Putzplatz angebracht. Die seitherigen Fenster werden als Ausgänge für die Pferde verwendet, es entstanden damit zwei Pferdegruppen à maximal 18 Pferden mit dauerhaftem Koppelzugang. Der Innenbereich wird als Liegefläche eingestreut. Um eine zusätzliche Bewegungsmöglichkeit zu schaffen, wurde außerdem ein Reitplatz errichtet.

Projektziele

Naturnahe und artgerechte Pferdehaltung, um nachhaltig wirtschaften zu können und die wohnortnahen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft erhalten und ausbauen zu können.

Weitere Ziele des Projektes sind:

  • Sicherung und Verbesserung der Attraktivität ländlicher Räume als Lebens- und Wirtschaftsräume sowie der Lebensqualität im ländlichen Raum
  • Stärkung der Wirtschaftskraft ländlicher Räume durch Erschließung neuer Einkommenspotenziale und Diversifizierung der Wirtschaft
  • Umnutzungen, Modernisierungen sowie Infrastrukturinvestitionen führen zu neuen Angeboten und Dienstleistungen
  • Beitrag zu einer ausgewogenen räumlichen Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und der ländlichen Gemeinschaften, einschließlich der Schaffung und des Erhalts von Arbeitsplätzen
  • Förderung und Qualifizierung von Menschen aus der Region
  • Aufbau bzw. Weiterentwicklung von Wertschöpfungsketten durch Produktentwicklung und Qualifizierung
  • Existenzgründung eines Unternehmens mit einem neuen Angebot
  • Für das Vorhaben wird mindestens eine Arbeitskraft benötigt, diese Arbeitskraft teilt sich hauptsächlich auf Herrn Martin Kühnle und seine Frau auf. Bei guter Auslastung werden noch zusätzliche Teilzeitkräfte benötigt
  • Initiierung und Entwicklung von örtlichen/regionalen Wertschöpfungsketten im Bereich Pferdehaltung
  • Aktive Gestaltung des Transformationsprozesses Strukturwandel Landwirtschaft durch Diversifizierung und Schaffung einer neuen Einkommensmöglichkeit.

Bild: Urkundenübergabe an Familie Kühnle

Bildquelle: Regionalmanagement