Projekt „‚Steide verzählt‘ – Modellhafte Anwendung von Oral History zur Inwertsetzung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“

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Projektträger:

Stadt Niederstetten

Projektbeschreibung:

Oral History ist eine hermeneutische, geschichtswissenschaftliche Methode zur Erhebung und Weiterverarbeitung mündlicher Quellen. Die Methode basiert auf dem freien Sprechenlassen von Zeitzeugen und Zeitzeuginnen, die dabei möglichst wenig vom Forscher/von der Forscherin selbst abgelenkt werden sollten. Zentrale Technik zur Erhebung ist das narrative, autobiografische Interview, das vor allem die subjektive Erlebenswelt der Befragten zum Vorschein bringen soll.

Die Erinnerungskultur und Identitätspolitik der Stadt Niederstetten ist sehr auf allgemeine (deutsche) Geschichte fokussiert. Neuere Entwicklungen in der Forschung zur Regionalentwicklung legen jedoch nahe, dass Identitätspolitik regionale Geschichte nicht nur als Teil des Ganzen, sondern immer auch das Besondere im Ganzen vermitteln sollte, um regionale Strukturen zu stabilisieren.

 

Projektinhalt:

  • Modellhafte Anwendung von Oral History zur Inwertsetzung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum am Beispiel mehrerer geschichtlicher Themen in der Stadt Niederstetten
  • Student/in einer geeigneten Fachrichtung soll Auftragnehmer sein und die Methode durchführen (Werkvertrag)
  • Durchführung von 30 Interviews
  • Recherche Sekundärliteratur
  • Aufbereitung der Ergebnisse in Form von Videos auf YouTube

Oral History (Bildquelle: wikispaces.com)

Projektziele:

  • Modellhafte Anwendung von Oral History zur Inwertsetzung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum mit folgenden Themen:
    • Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit in Niederstetten
    • Das Wirtschaftswunder und der (industrielle) Strukturwandel in Niederstetten
    • Erlebte Migration und erfahrene Integration in Niederstetten
    • Alltagserinnerungen in einer fränkischen Kleinstadt
  • Dauerhafte Sicherung der Aussagen von Zeitzeugen
  • Bewahrung und Entwicklung des kulturellen Erbes und der kulturhistorischen und kultursoziologischen Besonderheiten im Aktionsgebiet Hohenlohe-Tauber durch Entwicklung und Inwertsetzung der „verborgenen Schätze“
  • Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zur Steigerung der Sensibilität der Menschen für die eigene regionale Geschichte
  • Erarbeitung eines modellhaften Ansatzes zur Übertragung auf andere Städte und Gemeinden im Aktionsgebiet und darüber hinaus