Themenweg „Unterirdische Schandtauber“ Blaufelden und Schrozberg

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Projektträger:

Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Stuttgart e.V.

Projektbeschreibung:

Das touristische Attraktions-Potential einmaliger, ungewöhnlicher Naturphänomene bleibt ungenutzt, da es keinerlei öffentlich sichtbare Hinweise auf diese gibt. Selbst die örtliche Bevölkerung ist kaum informiert. Der Bildungsauftrag des Naturschutzes bleibt unerfüllt.

Geplant ist daher die gesamtheitliche Konzeption und Realisierung eines Themenweges „Unterirdische Schandtauber“ für Radfahrer und Wanderer mit multimedialen Ansatz, der eine touristisch bisher wenig entwickelte Gegend aufwertet und interessant macht, aufgrund ihrer einmaligen, kaum bekannten Naturphänomene.

Projektinhalt:

Errichtung von acht an prominenten Stellen platzierten Info‐Tafeln („Erzählstationen“) entlang des unterirdischen Verlaufs der Schandtauber, aufgestellt auf den Gemarkungen der Kommunen Blaufelden, Schrozberg und Rothenburg ob der Tauber-Bettenfeld (Bayern). Der Weg führt von Schrozberg zu Deutschlands drittlängster Höhle in Schmalfelden, wo der unterirdische Fluss beginnt. An mehreren ehemaligen Steinbrüchen vorbei führt der Weg zur Quelle der Schandtauber. An zwei Stellen soll ein Blick auf den unterirdischen Fluss möglich sein („Fenster in die Tiefe“). Der Pfad nutzt innovative Technik und bietet Inklusion. Statt der großen Zahl existierender Themen‐Wege noch einen weiteren hinzuzufügen, bündelt dieser Vorschlag mehrere Themen und baut auf schon Existierendes auf. Der Weg überlappt mit der „7‐Steinbrüche‐Radtour“. Das bietet das Potential, bereits adressierte Themen, die bisher ein Schattendasein führten, zu neuer Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Ein besonderes „Feature“ des Projektes ist die multimediale Darbietung der Information an den Erzählstationen, die es ermöglicht sich kurze Audioclips vorspielen zu lassen. Dies wird durch QRCodes erreicht, die der Besucher mit seinem Smartphone scannt. Als Folge wird ein kurzer Audio‐Stream auf dem Smartphone abgespielt, der sich – im Gegensatz zu Videos ‐ auch in „schlechtem“ Funknetz übertragen lässt. Das Ganze erfordert keine App und ist damit von jedem sofort nutzbar. Überdies kann das Audiomaterial ohne großen Aufwand aktualisiert werden, um neuere Forschungserkenntnisse zu reflektieren.

Als ganz wichtiger Nebeneffekt wird so die Benutzung des Themenweges messbar. Zwar nur indikativ, da nicht jeder Besucher die Audio‐Information nutzt. Trotzdem erhält der Betreiber des Themenweges so wichtige, zeit‐basierte, Anhaltspunkte über die tatsächliche Benutzung. Die erhaltene Statistik ermöglicht dann eine Beurteilung der Wirksamkeit der Investition und für die zukünftige Optimierung des Angebotes.

Projektziele:

  • Gesamtheitliche Konzeption und Realisierung eines Themenweges für Radfahrer und Wanderer mit multimedialen Ansatz, der eine touristisch bisher wenig entwickelte Gegend aufwertet und interessant macht, aufgrund ihrer einmaligen, kaum bekannten Naturphänomene.
  • Bildung und Schulung
  • Sensibilisierung für die natürlichen Prozesse in der Region, in der ich als Mensch lebe bzw. die ich besuche
  • Sensibilisierung und Förderung des Umweltbewusstseins für die Bewahrung und den Schutz der naturräumlichen Besonderheiten und des Natürlichen Erbes

Zusätzlich sollen mit dem Projekt weitere Ziele erreicht werden:

  • Förderung und Qualifizierung von Menschen.
  • Vernetzung der Akteure durch gegenseitige Information und aktiven Aufbau von Netzwerken.
  • Vernetzung mit bestehenden Projekten und Angeboten z. B. mit dem LEADER-Projekt „Prärietrail“ in Schrozberg und/oder bestehenden touristischen Themenwegen für Wanderer und Radfahrer
  • Vernetzung mit dem LEADER-Projekt „Feuersteinmuseum Schrozberg-Schmalfelden“
  • Schaffung von Synergien
  • Steigerung der „Sozialen Wertschöpfung“
  • Steigerung der Bekanntheit der Projekte und der gesamten Region durch gemeinsame Vermarktung.
  • Landschaftsschutz und Erhalt der Kulturlandschaft.
  • Sicherung und Verbesserung der Attraktivität ländlicher Räume als Lebens- und Wirtschaftsräume sowie der Lebensqualität im ländlichen Raum.
  • Bewahrung und Entwicklung kulturelles Erbe und kulturlandschaftliche Besonderheiten durch Entwicklung und Inwertsetzung der „verborgenen Schätze“.
  • Information über Projekte und Erfolgsbeispiele steigern in Kombination mit Umweltbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen die Sensibilität für Natur, (Kultur-) Landschaft, Lebensmittelerzeugung und Ressourcenschutz.
Beispiel einer „Erzählstation“.
Bildquelle: Arbeitsgemeinschaft Höhle und Karst Stuttgart e.V.