Aktuelles

Minister Peter Hauk MdL trifft sich mit den Vorsitzenden der 18 baden-württembergischen LEADER-Aktionsgruppen

29.11.2016 – Der Ländliche Raum in Baden-Württemberg steht für eine hohe Lebensqualität und eine starke Wirtschaft. Gezielte Entwicklungsstrategien, die die lokalen und regionalen Bedürfnisse in den Blick nehmen, sind wichtig, damit der Ländliche Raum auch künftig attraktiv und stark bleibt. Mit dem Regionalentwicklungsprogramm LEADER soll die Region konsequent weiterentwickelt, die regionale Wirtschaft gestärkt sowie Arbeitsplätze im Ländlichen Raum erhalten und geschaffen werden.

„Ähnlich wie ein Wirtschaftsunternehmen müssen auch unsere ländlichen Regionen ihre Strukturentwicklung ständig neu ausrichten und an gesellschaftlichen Veränderungen anpassen. Mit dem Förderprogramm LEADER lassen sich interessante Ideen und Konzepte im Ländlichen Raum entwickeln und realisieren. Lokale Akteurinnen und Akteure entscheiden über die Verwendung der LEADER-Fördermittel. Mit diesem Ansatz können wir die Ortskenntnisse der Bürgerinnen und Bürger nutzen und eine gezielte Regionalentwicklung vor Ort fördern“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Dienstag (29. November) in Stuttgart bei einem Treffen mit den Vorsitzenden der 18 LEADER-Aktionsgruppen in Baden-Württemberg.

Die Vorsitzenden der 18 baden-württembergischen LEADER-Aktionsgruppen mit MdL Hauk in Stuttgart. Bildquelle: MLR 2016
Die Vorsitzenden der 18 baden-württembergischen LEADER-Aktionsgruppen mit MdL Peter Hauk in Stuttgart. Bildquelle: MLR/Jan Potente.

„Die 18 LEADER-Aktionsgruppen haben in der Förderperiode 2014 bis 2020 die Möglichkeit, über die Vergabe der Fördermittel in ihrer Region selbst zu entscheiden. Die Idee dahinter ist, dass die Menschen vor Ort am besten beurteilen können, welche strukturellen Maßnahmen in ihrer Region besonders wichtig sind. Jede LEADER-Aktionsgruppe kann bis 2020 jeweils bis zu vier Millionen Euro zur Umsetzung ihrer regionalen Entwicklungskonzepte abrufen“, sagte Hauk.

LEADER diene als Teil des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) der Strukturentwicklung im Ländlichen Raum. „Das Förderspektrum in LEADER reicht von Kulturfestivals über Projekte zur Stärkung des Gemeinschaftslebens, der Bildung, des Tourismus, der Unternehmensförderung bis hin zu Wohnbauprojekten. Wann immer öffentliches Geld fließt, gilt es Regeln einzuhalten. Gerade die EU macht hier strenge Vorgaben. Ich will dort, wo es möglich ist, bürokratische Hürden abbauen und bestehende Spielräume verantwortungsvoll nutzen. Wichtig ist, dass einerseits die Förderung möglichst flexibel erfolgt, andererseits die sachgemäße und rechtskonforme Verwendung der Steuermittel von Bürgerinnen und Bürger gewährleistet ist“, betonte der Minister.

Informationen zu LEADER sind auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr-bw.de/LEADER sowie unter www.leader-bw.de abrufbar. Die aktuellen LEADER-Aktionsgruppen sind hier abrufbar.


4. Auswahlausschusssitzung: Große Anzahl an Projekten beschlossen

Am Donnerstag, den 17.11.2016 fand die vierte Sitzung des Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber e.V. im Rathaus in Schrozberg statt.

Im dritten, im August veröffentlichten Projektaufruf, wurden 400.000 € an EU-Mitteln ausgerufen. Dem Auswahlausschuss wurden zwölf Förderanträge vorgelegt. Davon wurden elf für eine Förderung ausgewählt und beschlossen. Mit dieser Förderempfehlung dürfen die Antragsteller vorbehaltlich der Bewilligung durch das Regierungspräsidium in Stuttgart mit einer finanziellen Unterstützung im europäischen LEADER-Programm rechnen.

Insgesamt dürfen sich 6 private und 5 kommunale Antragsteller über einen positiven Beschluss und damit über Zuschüsse aus Brüssel und Stuttgart freuen:

Am Schloßberg Kirchberg/Jagst sollen die historischen Wege „Himmelsleiter“ und „Hirschbergweg“ aus Ihrem Dornröschenschlaf erwacht werden. Zuschüsse für die Sanierung der beiden historischen Wege sowie die Neuanlage eines Lehrpfades wurden beschlossen.

Ein weiterer „verborgener Schatz“ wird in Langenburg gehoben:  Der baufällige und abgezäunte Troll’schen Pavillon auf dem alten Friedhof soll wieder hergerichtet und zugänglich gemacht werden.

In Assamstadt wird ein Naturerlebnispfad mit 8 Stationen entstehen. Hier können insbesondere Kinder auf spielhafte Weise die heimische Flora und Fauna kennen lernen. Zudem wird in Waldenburg die Einrichtung  eines Lauf- und Fitness-Parkours für Einheimische und Gäste unterstützt.

Auch im touristischen Bereich wurden drei Projekte beschlossen und mit Fördermitteln bedacht: Die vier Kommunen Blaufelden, Wallhausen, Schrozberg und Niederstetten haben sich zusammengetan um die Rothenburger Landhege touristisch zu vermarkten.

In Krautheim sollen zwei ökologische und weitestgehend energieautarke Ferienhäuser entstehen. In einem weiteren Projekt in Krautheim wird die Infrastruktur am Jagsttalradweg verbessert: Das Reiterstübchen erhält einen barrierefreien Terrassenanbau und einen Zugang zum Radweg.

Mit zwei weiteren Projekten soll die medizinische Grundversorgung in der Region Hohenlohe-Tauber verbessert werden: In der Ortsmitte Mulfingen wird der Neubau eines Praxisgebäudes für Physiotherapie, Medizinisches Gerätetraining und Rehasport mit Fördermitteln unterstützt. In Schöntal-Oberkessach erhalten die „Helfer vor Ort“ der DRK-Ortsgruppe für den Neubau einer Ersthelferfahrzeug-Garage einen Zuschuss.

Ein einzigartiges Energie-Wende-Forum soll im überregional bekannten HOF8 in Weikersheim-Schäftersheim entstehen. Das bestehende Scheunengebäude wird zum Veranstaltungsraum ausgebaut – mit klarem Fokus auf das Thema „Erneuerbare Energien“.

Eine Unternehmenserweiterung wird in Dörzbach gefördert: Hier entsteht der Neubau einer Lagerhalle für eine bekannte Designfirma. Das Lager soll sich architektonisch reibungslos in die umgebende Naturlandschaft integrieren.

Insgesamt binden die elf LEADER-Projektanträge Fördermittel von rund 370.000 € EU-Mitteln und 187.000 € Landesmitteln. Sie lösen ein Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 1,86 Mio. € aus. Der nächste Projektaufruf erfolgt Ende Januar 2017.

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Der Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber e.V. tagte im Rathaus in Schrozberg, um die eingegangenen Förderanträge zu bewerten und auszuwählen. Bildquelle: LEADER-Regionalmanagement Hohenlohe-Tauber

LEADER-Infostand auf der Landesgartenschau in Öhringen

12.10.2016 – Am Donnerstag, den 06. Oktober 2016, informierte das LEADER-Regionalmanagement die LaGa Besucher über das LEADER-Programm und die Aktionsgruppe Hohenlohe-Tauber. Zusammen mit dem Landratsamt Hohenlohekreis gab es im Landkreispavillon einen Informationsstand.

Das Programm LEADER konnte somit weiter verbreitet und bekannt gemacht werden und stieß allgemein auf großes Interesse.

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Bildquelle: LEADER Regionalmanagement Hohenlohe-Tauber

Auch Peter Hauk (MdL, li.) ließ es sich nicht nehmen, und stattete nach der Abschlusspressekonferenz zur Landesgartenschau dem LEADER-Stand einen Besuch ab.


Zuwachs für das LEADER-Regionalmanagement

Lukas Breuer (li.) und Hermann Limbacher (re.)

27.09.2016 – Das LEADER-Regionalmanagement freut sich über Unterstützung in seiner Arbeit. Seit Anfang September verstärkt Lukas Breuer, Studierender des Faches „Nachhaltiges Regionalmanagement“ der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR), im Rahmen seines Praxissemesters unser Team.

„Ich freue mich sehr mein 6-monatiges Praktikum hier im LEADER-Regionalmanagement Hohenlohe-Tauber absolvieren zu dürfen. In dieser Zeit möchte ich meine Studieninhalte praktisch vertiefen und einen genauen Einblick in die Tätigkeiten eines Regionalmanagers erhalten. Die ersten Wochen waren bereits sehr interessant und abwechslungsreich.“

Herr Breuer wird bis Februar 2017 im Regionalmanagement tätig sein.


Verabschiedung Stefan Eisenreich

Eisenreich_Limbacher22.09.2016 – In diesen Tagen hat der Vorstandsvorsitzende des Vereins Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber e.V., Hermann Limbacher, das ehemalige Vorstandsmitglied Stefan Eisenreich verabschiedet.

Stefan Eisenreich wurde im Rahmen der Vereinsgründung des Vereins Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber e.V. am 24. März 2015 in den Vorstand gewählt. Er ist somit ein Vorstandsmitglied der ersten Stunde. Mit Aufnahme seiner Funktion als Vorstandsmitglied brachte Stefan Eisenreich als Vertreter der Wirtschafts- und Sozialpartner viele wertvolle Impulse in die Arbeit des Vorstands ein.

Stefan Eisenreich ist selbstständig und in dieser Funktion im ganzen Bundesgebiet im Einsatz. Aufgrund der beruflichen Beanspruchung hat Stefan Eisenreich das Amt im Vorstand auf eigenen Wunsch niedergelegt. Bei einer kleinen Verabschiedung im Herrenhaus in Mulfingen-Buchenbach bedankte sich Hermann Limbacher mit einem kleinen Geschenk bei Stefan Eisenreich für seine geleistete Arbeit im Vorstand und er sprach die Hoffnung aus, dass Stefan Eisenreich die Umsetzung von LEADER im Aktionsgebiet Hohenlohe-Tauber weiterhin aufmerksam verfolgt.


3. Auswahlausschusssitzung: Fördergelder für ein breites Spektrum an Maßnahmen

26.07.2016 – In seiner dritten Sitzung im Rathaus der Gemeinde Igersheim hat der Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber e.V. neue Projekte für eine LEADER-Förderung ausgewählt. Fünf Projektanträge mit einem Fördervolumen von rund 200.000 € EU-Mitteln und 81.000 € Landesmitteln kamen dabei zum Zuge.

Im zweiten, im April 2016 veröffentlichten Projektaufruf, wurden 200.000 € an EU-Mitteln ausgerufen. Dem am 26.07.2016 tagenden Auswahlausschuss, dem Entscheidungsgremium bei LEADER in Hohenlohe-Tauber, wurden 8 Förderanträge vorgelegt. Davon wurden 5 für eine Förderung ausgewählt und beschlossen. Die beschlossenen Projekte dürfen vorbehaltlich der Bewilligung durch das Regierungspräsidium in Stuttgart mit einer LEADER-Förderung rechnen.

Insgesamt dürfen sich zwei kommunale und drei private Antragsteller über einen positiven Beschluss und damit über Zuschüsse freuen:

In der Stadt Kirchberg a. d. Jagst soll der Sophienberg im neuen Glanz erstrahlen. Für die Sanierung und Herrichtung der denkmalgeschützten historischen Parkanlage sprach sich das Auswahlgremium aus.

1Die Astronomische Vereinigung Weikersheim e.V. hat für die Volkssternwarte Weikersheim Fördermittel für ein neues computergestütztes Hauptteleskop und eine neue stationäre und mobile Teleskopmontierung beantragt. Das Gremium würdigte die wichtige Rolle des Vereins für die astronomische Jugend- und Laienbildung mit einem positiven Beschluss.

Einer der letzten klassischen „Dorfläden“ wird in Schöntal-Oberkessach unterstützt. Zur Sicherung der Grundversorgung für den Teilort und die umliegenden Weiler erhält das im Dorfzentrum gelegenen Ladengeschäft Fördermittel.

Auf dem Hofgut Ludwigsruhe in Langenburg soll in ländlichem Ambiente ein historisches Scheunengebäude zur Eventscheune ausgebaut werden.

Ein kleines aber feines Kulturprojekt ist in Niederstetten zum Zuge gekommen: Im KULT soll ein Kabinett für den hohenlohischen Mundartdichter Gottlob-Haag und eine audiovisuelle Präsentation des Zeppelinkapitäns Albert Sammt gefördert werden.

Insgesamt lösen die Projekte ein Investitionsvolumen von rund 710.000 Euro aus.

Der nächste Projektaufruf erfolgt voraussichtlich Mitte August 2016. Weitere Informationen zur Antragsstellung und Umsetzung von LEADER in Hohenlohe-Tauber erteilt Ihnen das LEADER-Regionalmanagement.

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Der Auswahlausschuss des Vereins Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber e.V. tagte im Rathaus in Igersheim, um die eingegangenen Förderanträge zu bewerten und auszuwählen. Bildquelle: LEADER RM HLT


Aktuelle Termine des Regionalmanagements


08.12.2016 – Buchenbach
Mitgliederversammlung Verein Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber


28./29.01.2017 – Berlin
Das Regionalmanagement informiert über LEADER in Deutschland auf der Internationalen Grünen Woche

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