Interkommunales Projekt Rothenburger Landhege

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Projektträger:

Gemeinden Blaufelden, Wallhausen

Städte Niederstetten, Schrozberg

Projektbschreibung:

Die Rothenburger Landhege, auch Rothenburger Heg oder Rothenburger Landwehr genannt, ist eine 62 km lange Landwehr, die ein etwa 350 km² großes Gebiet um Rothenburg ob der Tauber umschließt. Ihr Bau wurde vom Rothenburger Stadtrat im Jahre 1420 beschlossen und bis 1480 fertiggestellt. Sie zog sich von Steinach bei Rothenburg ob der Tauber im Nordosten in einem westlichen Bogen über Lichtel im Nordwesten, Rohrturm im Südwesten bis Wettringen im Südosten. Die Ostgrenze des Rothenburger Territoriums entlang dem Westabfall der Frankenhöhe blieb größtenteils unbefestigt.
Heute sieht man noch an einigen Stellen bestens erhaltene Teilstücke von der ehemaligen Landwehr. Meist ist Sie jedoch durch Erosion, Ackerbau oder Überbauung im Laufe der vergangenen Jahrhunderte völlig aus dem Landschaftsbild verschwunden und nur schwer oder gar nicht mehr erkennbar.

Die Rothenburger Landhege ist noch an einigen Stellen im Gelände hervorragend erhalten, wird jedoch vom Laien als solche nicht erkannt.

In Anlehnung an die in der Schwäbisch Haller Landhege-Konzeption so bezeichneten „Jahrhundertfenster“ sollen auch an der Rothenburger Landhege an besonders markanten Stellen Infostationen realisiert werden um über diese wichtige und geschichtsprägende Funktion zu informieren, deren kulturhistorische Aspekte zu vermitteln und im Rahmen des Projektes in bereits vorhandene touristische Aspekte (z.B. Rad-und Wanderwege, Programmstationen für Bustourismus etc.) Eingang finden.

Projektinhalt:

  • Vier Informationstafeln zum Rothenburger Landhege. Jede beteiligte Gemeinde erhält eine Infotafel, die sich thematisch mit einem unterschiedlichen Landhege-Schwerpunkt beschäftigt
  • Kartografischer Informationsfolder (5000 Stück)
  • Internetseite / Webauftritt

Projektziele:

  • Die Rothenburger Landhege ist eine heute noch sichtbare Grenze aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist von wertvoller geschichtlicher und kulturhistorischer Bedeutung. In den genannten Gemeinden soll die Herkunft und Geschichte der Landwehr mit Infostationen anschaulich dargestellt und thematisiert werden.
  • Erhalt des regionalen Kulturschatzes und somit Schaffung eines Alleinstellungsmerkmales für die beteiligten Gemeinden.
  • Mit dem Projekt verbunden ist die Schaffung und Stärkung neuer Kooperationen mit den bayrischen Anrainergemeinden.

Bild 1: Hegereiter.

Bild 2: Ehemaliger Landhegeverlauf.

Bild 3: Kartenübersicht der Rothenburger Landhege.

Bildquellen: Friedrich Schinko