Neu renovierter Rohrturm ist sichtbares Zeichen für LEADER

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09.09.2018 – Der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ war ein würdiger Rahmen, um den neu renovierten Rohrturm bei Rot am See-Musdorf  im Zuge einer feierlichen Veranstaltung der Öffentlichkeit vorzustellen. Bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen fanden sich viele Gäste und Besucher aus Nah und Fern am Fuße des Rohrturms ein, um diesen im neuen Glanz und in seiner vollen historischen Bedeutung zu bestaunen.

Eingeladen zur feierlichen Eröffnung des Rohrturms hatte der Historische Verein Rot am See Bebenburger e.V. Dieser hatte den Rohrturm bei Musdorf, einst Zollstation der Rothenburger Landhege, mit dem Ziel erworben, dieses historische Bauwerk vor dem Zerfall zu retten. Denn der Rohrturm spielte jahrhundertelang eine große Rolle in der Region um die Rothenburger Landhege. Der Rohrturm bei Rot am See-Musdorf wurde 1435 als Teil des Befestigungswerks der Rothenburger Landhege errichtet und markierte den westlichen Grenzpunkt des Stadtstaates Rothenburg. Ein ca. 62 Kilometer langes  Verteidigungssystem mit drei Wällen, zwei Gräben und undurchdringlichen Hecken in der Mitte. Von den insgesamt neun Wachtürmen entlang der Grenze überlebten nur drei die Stürme der Zeit. Der Rohrturm bei Musdorf wurde am 18. April 1945 von Panzern der US-Armee zusammengeschossen. Übrig blieb nur der Turmstumpf, der ein Giebeldach erhalten hat.

Der Historische Verein Rot am See Bebenburger e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das historische Erbe des Rohrturms für die Nachwelt zu erhalten und diesen zu renovieren. Entsprechende Förderanträge im europäischen LEADER Programm und beim Landesdenkmalamt wurden gestellt. Im Jahr 2016 wurde nach Vorliegen der entsprechenden Zuwendungsbescheide mit den Sanierungsarbeiten am Rohrturm begonnen. Der erfolgreiche Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten, der nur mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Arbeitssunden der Vereinsmitglieder und den vielen Förderern und Partnern umgesetzt werden konnte, wurde nun am „Tag des offenen Denkmals“ entsprechend gefeiert. Die Mitglieder des Historischen Vereinn Rot am See Bebenburger e.V. können jetzt stolz sein auf einen renovierten Rohrturm, der deutlich sichtbar und im neuen Glanz an seinem ursprünglichen Platz verankert ist

Stellvertretend für den Vorsitzenden des LEADER Vereins Regionalentwicklung Hohenlohe-Tauber e.V., Hermann Limbacher, übergab Vorstandmitglied Brigitte Ströbel unter viel Beifall der zahlreichen Besucher die LEADER Förderplakette an den Vorsitzenden des Historischen Vereins Rom am See Bebenburger e.V., Horst Herzig. Für Brigitte Ströbel ist der jetzt neu renovierte Rohrturm bei Musdorf das sichtbare Zeichen dafür, dass mit dem europäischen LEADER Programm der Ländliche Raum Hohenlohe-Tauber gestärkt und für die Zukunft attraktiv gemacht wird.

Herr Hohenstein (li.) und Herr Herzig (re.) mit der LEADER-Förderplakette.

Bildquelle: Regionalmanagement Hohenlohe-Tauber

Der sanierte Rohrturm mit Fahne, welche die ursprüngliche Höhe des Rohrturms widerspiegelt.

Bildquelle: Bebenburger e.V. Historischer Verein