Erste Bilanz: LEADER 2014–2020 im Aktionsgebiet Hohenlohe-Tauber

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Am 11. August 2020 fand im Herrenhaus in Mulfingen-Buchenbach ein Fokusgruppenworkshop statt, ein angeleiteter erster Rückblick auf die Arbeit und Projekte der LEADER-Förderperiode 2014–2020.

Das LEADER-Regionalmanagement sowie Mitarbeitende der Forschungsgruppe Agrar- und Regionalentwicklung Triesdorf GbR (ART) haben Mitglieder des Vereins Regionalentwicklung Hohenlohe Tauber e. V. und Projektträger eingeladen, einen Nachmittag lang die im Regionalen Entwicklungskonzept festgelegten Ziele mit dem Ist-Stand zu vergleichen und mögliche Weichenstellungen für die Zukunft zu diskutieren.

Auch wenn LEADER bereits seit über 20 Jahren in der Region umgesetzt wird, ist in jeder Förderperiode eine kritische Selbstreflexion nötig, klang es zu Beginn des Workshops an. Die LEADER-Förderung ist ein Baustein der Regionalentwicklung, der kommunale und private Projektträger mit EU-Mitteln in Höhe von bis zu 60 % der Nettoprojektkosten unterstützt. Das wurde rege genutzt: 55 Projekte wurden zur Förderung ausgewählt und somit knapp 4 Millionen Euro an Fördermitteln im Aktionsgebiet gebunden.

Die Anwesenden befanden, dass die im Vorhinein festgelegten Handlungsfelder zum Großteil gut zu den Bedarfen der Region gepasst haben, wie die umgesetzten Projekte zeigen. Verbesserungsbedarf wurde beim Thema Zielgruppe gesehen – hier sollte in Zukunft versucht werden, mehr junge Menschen als Projektträger, vielleicht im Rahmen eines Vereins, zu gewinnen. Insgesamt herrsche eine hohe Zufriedenheit mit der Arbeit der LEADER-Geschäftsstelle, berichtete ART auf Grundlage einer Befragung, und das zeige auch die Angabe, dass 67 % der Projekte ohne LEADER nicht durchgeführt worden wären.

Hermann Limbacher, Vorsitzender des Vereins für Regionalentwicklung, betonte die wichtige Rolle als Multiplikatoren, welche die am Aktionsgebiet beteiligten Kommunen einnehmen: „LEADER muss in die Fläche getragen werden, denn die Menschen vor Ort wissen am besten, was zu ihrer Gemeinde passt, welche Potenziale aktiviert werden können.“

Ende dieses Jahres informiert das Land Baden-Württemberg die LEADER-Akteure, welche Rahmenbedingungen für eine Bewerbung auf die kommende Förderperiode gelten. In diese Bewerbung könnten dann auch die Ergebnisse der Schlussevaluierung einfließen.

Prof. Dr. Otmar Seibert (Forschungsgruppe ART) erläutert den Ablauf des Workshops.

Bildquelle: Regionalmanagement